Bärlauch. Ravioli. Liebe.

Frieda hat es wieder getan. Frieda kann einfach nicht anders. Eine innere Kraft zwingt sie einfach dazu.

Frieda macht schon wieder Ravioli.

Es ist so, als ob Ravioli machen mein Ausgleich zu Stress darstellt. Eigenartig, ist aber vollkommen wahr. Beim Ravioli machen kann ich mich so gut entspannen, dass ich wahrscheinlich stundenlang in langsamen Schritten Teig ausrollen und füllen könnte. Wie eine richtige Nonna. Alles rundherum ist dann voller Mehl und Teigresten, inklusive mir, aber es zahlt sich aus am Ende.

Selbstgemachte Ravioli sind einfach der Wahnsinn.

Egal, mit was man sie füllt. Man kann so schön mit den Jahreszeiten gehen und saisonale Abwandlungen machen. Sie werden immer ein Augenschein auf jedem Teller sein. Mit viel Liebe gemacht. Das schmeckt man sofort,

Mein Lieblingsnudelteig ist jener ohne Ei. Warum? Weil er einfach weicher ist, nicht so schnell austrocknet und man ihn auch problemlos ein Zeiterl aufheben kann. Hierfür braucht man nur Semola, Wasser, Olivenöl und Salz. Nicht so schwierig. Das Verhältnis lautet immer 2:1 Teilen, das heißt für eine Person kann man 100g Semola auf 50g Wasser nehmen. Und für zwei Personen 200g Semola auf 100g Wasser. Und für drei Personen 300g Semola auf 150g Wasser. Und für – na, wiss ma jetzt scho. Also, einfache Formel, der Teig gelingt immer. Wenn man möchte, kann man in den Teig noch Sachen einarbeiten. Also so Sachen wir Kräuter, oder Rote-Rüben-Pulver, oder so in die Richtung. Meine sind heute ganz schlicht.

Moooooment. Schlicht nun eigentlich aber auch nicht wirklich. Weil ich gestern frischen Bärlauch ergattert habe, und dieser jetzt für die Ravioli dran glauben muss. Eine super Kombination ist das. Ein schnelles Pesto aus Bärlauch, Olivenöl, Salz und Pfeffer gemacht, einen Teil unter eine gekochte und zerdrückte Kartoffel gemischt, ein bisschen gehackten Bärlauch noch drunter gemischt und fertig ist unsere Füllung. Wenn alle Ravioli gefüllt und gut verschlossen sind, hüpfen sie kurz ins leicht kochende Wasser und wandern dann weiter in die leicht warme Pfanne, um nochmal im restlichen Pesto, Olivenöl und Bärlauch durchgeschwenkt zu werden. Den Abschluss macht ein bisserl Parmesan und Zitronenabrieb, eventuell noch ein paar Pinienkerne.

Anrichten und genießen. Bärlauch ist einfach wie geschaffen für Nudeln. Und wenn alles selbstgemacht ist, schmeckt’s doch gleich viel besser .Sagt Frieda.

Mahlzeit!

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