Frieda ist auf den Seychellen. Ja wirklich.

Man glaubt es kaum, und dann irgendwie doch. Wir sind auf den Seychellen. Im Paradies sozusagen. Der Urlaub, auf den wir so lange hingearbeitet haben. ist nun endlich da. Wenn da nicht die lange Anreise wäre. Laaaange. Zu lange für die kleine Frieda, die normalerweise schon um zehn Uhr im Bett liegt. Kein Spaß.

fullsizerenderAbflug von Wien war erst gegen Mitternacht – angekommen sind wir um 17 Uhr am nächsten Tag. Laaaaange. Sag ich doch. Und immer nur stündchenweises Schlafen. Anstrengend. Und dann noch das tropische Klima. Sehr anstrengend. Aber ifullsizerenderm Endeffekt wird man belohnt – der Blick aus dem Flieger, wenn man endlich die Insel unter sich sieht, wo man die nächsten Tage verbringen wird, mit dem türkisblauen Buchten, die nur so nach karibischer Musik – gut, wir sind nicht in der Karibik, seychellische Musik halt – und Kokosnüssen schreien, der ist Gold wert.  Nachdem wir auch im Hotel angekommen sind (haben am Flughafen zum Glück erstens einreisen dürfen und zweitens auch gleich unseren Transfer gefunden – Anmerkung am Rande: der Flughafen ist ungefähr so groß wie ein Supermarkt bei uns, war also keine wahnsinnig tolle Leistung), haben wir ein bisschen Zeit gehabt, uns mal zu akklimatisieren.

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Am ersten Morgen, nach gefühlten hundert Stunden Schlaf, die immer nochimg_2583 nicht genug waren nach der langen Reise, sind wir wohlgestimmt und freudig zum Frühstück getrabt. Abgesehen von der wunderschönen Lage des Hotels – direkt am schönsten Strand in Beau Vallon – mit Blick auf diesen, hat der Frühstückssaal leider nichts zu bieten. Das Frühstück noch weniger. Leider. Haben uns schon überlegt, das Frühstück wieder abzubestellen, um für das damit gesparte Geld eventuell doch ein Zimmer mit Meerblick zu ergattern. Zimmer mit Bergblick ist leider nicht so toll. „Der atemberaubende Blick auf die tropische Bergwelt“ entspricht eher einem Blick Richtung Parkplatz und Mistkübeln. Man kann eben alles schön schreiben, auch so einen Ausblick. Nichtsdestotrotz, wir haben uns mit unserem Bergblickzimmer und dem nicht so tollen Frühstück arrangiert und picken uns das Beste davon raus. Papaya zum Frühstück zum Beispiel. So macht man das eben, wenn man nicht noch mehr Geld ausgeben möchte.

Nach Erkunden der Gegend, was sich bei Temperaturen um die 30 Grad und bei einer Luftfeuchtigkeit von 1000% (Glätteisen kann man getrost zu Hause lassen)  wirklich auf ein Minimum begrenzt, sind wir um eine weitere Erkenntnis reicher. Oder eigentlich ärmer, weil wirklich alles vieeeeeeel Geld kostet. Von der Mango, die eigentlich eine einheimische Frucht ist, bis hin zum Tuc-Keks. Alles kostet gleich viel. Und viel ist viel. Wir haben ca. 7 Sachen eingekauft und gleich mal €50 im Supermarkt um die Ecke springen lassen. Letztes Mal Supermarkt also.

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Nachdem wir mit unseren Einkäufen zuhause angekommen sind, img_2575haben wir uns auf zum Strand gemacht. Und das war eine supergute Idee, weil jetzt dann erst so richtiges Urlaubsflair aufgekommen ist. Sommer, Sonne, Meer – was will man mehr? Zu unserem Glück ist mittwochs immer ein Wochenmarkt mit Streetfood und Cocktails und frisch gepressten Säften und Fetzn-Gschäftln und so Zeugs, was aber so richtig cool war. Zum ersten Mal was kulinarisch Wertvolles gegessen. Gegrillter Red Snapper auf Curryreis. War echt gut, direkt am Meer mit einem frischen Papaya-Saft. Mehr braucht man wirklich nicht. Na gut, eine Kokosnuss braucht man noch. Und wir haben sie gefunden (war nicht schwer, gibt’s wirklich an jeder Ecke zu kaufen) – idyllischer geht’s fast nicht mehr. Frieda fühlt sich wohl.

img_2580Nach einem wunderschönen Strandtag mit abschließendem kreolischen Essen im Boat House hat ein bisschen Action am Plan stehen dürfen. Autofahren. Gut, hört sich nichtimg_2578 schlimm an, hab ja den Führerschein. Haha, ja, aber bei Rechtsverkehr, in einem normalen Auto. Auf den Seychellen herrscht aber leider Linksverkehr, und die Autos schauen auch dementsprechend aus. Es ist wirklich nicht so leicht, sich img_2577da umzugewöhnen. Wenn man schalten will, und da ist nur eine Scheibe. Und dass man da mit den Füßen nicht auch noch durcheinander kommt. Echt schwierig, aber machbar. Ich hab’s zumindest geschafft, und bin schon ein bisschen stolz darauf. Man darf aber auch nur 40km/h fahren, muss auch erwähnt werden. Und verirren kann man sich auch nicht wirklich. Ich sag nur Insel.  Mit dem Mietauto sind wir dann einmal die Insel Mahé abgefahren, um auch noch andere Strände zu sehen. Die Seychellen haben wirklich einiges zu bieten, zumindest optisch. Malerische, weiße Strände, wunderschönes, türkisblaues Wasser und Palmen mit Kokosnüssen. Traumhaft. Einfach wie im Paradies. Und dann ist da noch die Hauptstadt Victoria. Nicht zu empfehlen, wenn man den Verkehr da unten nicht gewohnt ist. Vieeeeele Autos, die kreuz und quer fahren, wie im Film. Und dann die kleine Frieda dazwischen. Hui, ein Spaß.

Not.

img_2514Und Victoria selbst, abgeseimg_2581hen vom Verkehr, ist jetzt auch nicht soooooo besonders. Wir waren mal dort. Und haben das Wahrzeichen gesehen. War lustig, ein kleiner Big Ben inmitten eines Kreisverkehrs. Atemberaubend.
Naja, winzig halt, aber schön gemacht war er. Der Markt dafür war cool. So bunt und vielseitig. Und fischig. Aber bunt. Schön also. Trotzalledem waren wir froh, den Tag dann noch am Strand in Beau Vallon ausklingen lassen zu können. Inklusive Sonnenuntergang.

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img_2573img_2582Nach weiteren Tagen am Strand haben wir uns dazu entschieden, einige Ausflüge zu machen. Um nicht zu verblöden. Nein, nicht deshalb, sondern um auch etwas von den anderen Inseln zu sehen. Juhu, Booti fahren. Mit Glasboden, dass wir auch die Fischi sehen können. Und die abgestorbenen Korallen. Schön. Nein Spaß, der Ausflug war ganz nett, wir haben Fische gefüttert und haben wunderschöne Inseln gesehen. Moyenne Island zum Beispiel. Dort waren sogar freilebende Riesenschildkröten, die man streicheln hat können. Und ein Nationalpark. Es hat dort wirklich ausgeschaut wie bei Robinson Crusoe – sogar der Besitzer der Insel hat dort wie der kleine Robbie gelebt. Sehr interessant.  Von dort aus kann man bei Ebbe über eine Sandbank zur anderen Insel rüber geben. Einfach so! Mega cool. Und am Nachmittag ist dieser Weg dann mit Wasser bedeckt, sodass sogar Boote dort fahren können. Echt beeindruckend.

img_2572Nachdem wir einen Schnorchel-Stop weiter draußen gemacht haben, sind wir zurück zum Essen gefahren, Zu einem richtigen kreolischen Barbecue, was wirklich hervorragend war. Danach sind wir noch zu besagter zweiter Insel gefahren, wo wir live eine Kokosnuss geknackt bekommen haben. Natürlich auch getrunken und aufgegessen. War ein schönes Erlebnis auf Cerf Island. Außerdem haben wir über den Takamaka Rum gelernt, den wir am Abend gleich ausprobieren haben müssen. WOW. Ein Rum mit Kokosgeschmack. Mehr muss ich nicht sagen.

Nach diesem anstrengenden Trip (Anmerkung: mit an Bord war u.a. eine ältere Dame aus Jerusalem, die uns peeeeermaneeeent oberlehrerhaft erklärt hat, dass wir uns einschmieren sollen, und dass wir uns was auf die Lippen geben sollen, und dass wir doch mit ins Wasser gehen sollen….mit einem Wort – NERVIG) war wieder mal ein Tag am Strand drin. Um die Bräune zu fördern. Bingo.

img_2566img_2567Am Dienstag war der ultimative Ausflug angesagt. Rad fahren auf La Digue. Richtig gehört. Rad fahren. Arg oder? Wir sind schon um 06:25 Uhr abgeholt worden mit dem Bus. Bus zum Hafen. Fähre nach Praslin. Fähre nach La Digue. Rad fahren. Puuuuh, es war wirklich anstrengend – bei über 30 Grad Celsius schwitzt man einiges an Flüssigkeit wieder raus aus dem Körper, und wenn man nicht mal die Möglichkeit hat, eine Abkühlung zu bekommen, weil alle zugänglichen Strände mit einem Schwimmen-Verboten-Schild gekennzeichnet oder eben nur was fürs Auge und nicht fürs Plantschen waren, dann kann man schon mal einen Kreislauf-Kollaps bekommen. Halb so schlimm. Weiter geht die Tour. Auf La Digue selbst ist es ganz anders als auf der Hauptinsel Mahé. Viel ruhiger, gemütlicher. Es dürfen nämlich keine privaten Autos fahren. Nur Dienstfahrzeuge, Taxis und sowas. Und eben Fahrräder. Und es sind dort viiieeeeeeele Fahrräder, wie in Amsterdam, nur halt wärmer. Mit ganz vielen kleinen Pensionen. Nur die Strände würden eben fehlen, sonst wär es die perfekte Insel.

Unseren letzten Tag wollten wir noch ganz gemütlich am Strand ausklingen lassen. Mit Cocktails und Meer und dem Wochenmarkt, der immer mittwochs gleich beim Strand ist. Souvenirs-Shoppen ist angesagt. Unsere Abendbeschäftigung dann war wie schon einige Male davor ein Essen im La Plage. Ein Restaurant, welches ich auch an dieser Stelle in den Himmel loben möchte. Ich muss sagen, in meinen Augen das beste Restaurant, wo ich bis jetzt war. Weltweit gesehen. Angefangen vom Service, über die Speisen und über das Preis-Leistungs-Verhältnis (schon teuer, wo nicht auf den Seychellen, dafür ein super Küchenchef sowie sehr aufmerksame und gute Mitarbeiter!) – alles top. Wenn ich könnte, würde ich das Restaurant mit nach Hause nehmen, so gut hat’s mir dort gefallen. La Plage, ich werde dich vermissen! Hier der Link zum La Plage.

Resumé des Urlaubs: man muss nicht unbedingt so weit weg fliegen, um einen wunderschönen Urlaub mit traumhaften Stränden, weißem Sand und türkisblauen Meer zu finden. Das Meer war ein Traum auf den Seychellen, keine Frage. Aber Sardinien zum Beispiel steht dem ganzen hier um gar nichts nach. Und wäre auch billiger. Waren nämlich im Mai diesen Jahres dort und es war ein Wahnsinn. Sehr zu empfehlen – vielleicht kommt darüber noch nachträglich sogar ein Blogbeitrag! Die Seychellen sind absolut überteuert in meinen Augen. Tourismus lässt grüßen, sagt Frieda. Das nächste Mal wird wahrscheinlich wieder das italienische Flair eingefangen. Jetzt geht’s ab nach Hause. Wien, wir kommen!

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