Frieda sucht Sissi in Budapest.

Budapest. Die Stadt, wo Sissi zur Königin von Ungarn gekrönt wurde. Die Stadt, die Wien so ähnlich sein soll. Die Stadt, die viel Geschichte in sich trägt. Frieda hat wieder die Reiselust gepackt. Mit wunderschönem Wetter (Anmerkung der Redaktion – für Ende Februar. 8 Grad. Also kalt. Aber Sonne war da!) im Gepäck musste mal wieder ein Wochenendtrip her. Vollgepackt mit tollen Sachen stürzten wir uns in das Abenteuer ÖBB und stiegen voller Vorfreude in unser reserviertes 1.Klasse-Abteil ein. Gut, es war kein ganzes Abteil; es waren zwei Sitzplätze in einem 6er Abteil. Und es war auch nicht wirklich 1.Klasse. Es war offenbar die ungarische Version einer 1.Klasse. Also so wie 3.Klasse ca. Aber das WLAN hat zumindest funktioniert. 1:0 für die ungarische ÖBB (2.Anmerkung am Rande: in der richtigen ÖBB bei der Rückfahrt hat das WLAN gar nicht funktioniert. Grml.).

Genug vom Zugfahren. Nach knappen 3 Stunden Fahrt sind wir endlich im wunderschönen Budapest angekommen. Budapest. Buda und Pest. Zwei Stadtteile, die durch die berühmte Kettenbrücke damals miteinander verbunden und vereint wurden. Buda, das alte Regierungsviertel und Pest, der „neuere“ Stadtteil, der mit seinem unglaublich charmanten jüdischen Viertel Frieda’s Herz erobert hat. Ein Lokal nach dem anderen. Klein, liebevoll und vor Charme sprühend. Man möchte am liebsten in jedes kleine Restaurant, in jedes Bistro und in jedes Café einkehren, um all den Flair in sich aufzusaugen. Frieda mag Budapest und hätte noch sehr gerne mehr Zeit dort verbracht. Und wird sie sicher auch bald wieder. Bald.

Nachdem wir unsere Unterkunft für die Nacht bezogen haben (Heritage Home Apartments, die ich an dieser Stelle gerne weiterempfehlen möchte und wo ich eigentlich sogar gern drin leben würde, weil sie so schön ist), haben wir uns in die Stadt begeben. Zu Fuß haben wir alles sehr gut erreicht. Und umsonst eine 24-Stunden-Öffi-Karte gekauft. Mist. Aber egal, Budapest ist zum Glück nicht so teuer. Entlang der Donau kann man einen wunderschönen Spaziergang auf der Donaupromenade machen. Bei schönen Wetter echt ein Muss. Schöne Kulisse. Mit Blick auf das hügelige Buda mit seinen Thermalbädern.

Wenn man in Budapest ist, muss man unbedingt in ein Thermalbad gehen. Wenn man in Budapest ist, muss man unbedingt in ein Thermalbad gehen. Wenn man in Budapest ist, muss man unbedingt in ein Thermalbad gehen.

Was hab ich vergessen?

Badesachen.

Ironie des Schicksals. Habe ich eh nicht oft gelesen. Neeeein. Hab mir gedacht, dass das unnötig ist. Wurde eines besseren belehrt, weil das glaub ich schon sehr cool gewesen wäre. So ein heißes Thermalbad. Wenn man den Bildern traut. Nächstes Mal.

Als wir also die Donaupromenade entlang gingen (und von Thermalbädern schwärmten), war der erste Stop die berühmte Kettenbrücke. Wirklich schön, diese Kettenbrücke. Mit Löwen davor. Großen Löwen. Sehr eindrucksvoll. Drüber gegangen sind wir erst am nächsten Tag. Man darf ja nicht gleich alles auf einmal machen. Als wir weiter schlenderten, sind wir zu den berühmten Schuhen am Donauufer gekommen. Schuhe, aus Metall gegossen. Ein Mahnmal, welches auf eine sehr eindrucksvolle Art umgesetzt wurde. Auf einmal ist man wieder mit der Vergangenheit konfrontiert. Muss man aber auch manchmal, damit man nicht vergisst.

Wenn man soviel im Februar draußen unterwegs ist, muss man ganz bald auch wieder ins Warme. Eeeeeeessen ist angesagt. Also Restaurant suchen. Eine Gulaschsuppe später treten wir gestärkt unseren Heimweg an. Haben uns schon sehr gut zurecht gefunden in unserem kleinen Budapest. Ein kleiner Blick noch zur Kettenbrücke bei Nacht – gut, es war Abend, früher Abend – um die ganzen Lichterl erblicken zu können, und dann geht’s ab ins Bett, um gestärkt in den morgigen Tag zu starten.

Da wir nicht wirklich viel zum Thema Frühstück in Budapest gefunden haben, was unseren Vorstellungen eines Frühstücks entspricht, haben wir den einfachen Weg des benachbarten Cafés gewählt. Vintage Garden. Voll das nette Café muss ich sagen. Das Frühstück war aber leider nicht so meins. Aber es ist auch anscheinend verdammt schwer, ein Frühstück zu finden, was nicht aus French Toast besteht. Also korrigiere ich mich, French Toast ist nicht so meins. Auf würzig nämlich. Mit Sauerrahm und Käse. Dafür war der Kaffee echt gut. Da aber mein Magen mit so viel French Toast vollgestopft war, hatte nur ein Cappuccino Platz. Leider.

Da wieder so ein schöner, sonniger Tag war, war es eine richtige Freude, draußen unterwegs zu sein. Diesmal überquerten wir die Kettenbrücke. Und kamen in Buda an. Eigentlich wollten wir, kurzentschlossen, mit der Seilbahn den Berg hinauf fahren. Nicht weil wir faul sind. Nein nein. Sondern weil die Bahn so süß war. Aber die Schlange hat das Süße vertrieben. Ich hasse Schlangen. Warten in Schlangen. Das war der Grund, dass der Berg zu Fuß erklommen wurde. Was gar nicht so schlimm war, weil der Berg nicht so hoch war. Oben angekommen hat uns ein wunderschöner Blick nach Pest offenbart. Also Foto machen. Und die letzten Sonnenstrahlen genießen. Und inzwischen all den Japanern überleben.

Nachdem wir uns die Fischerbastei und die Matthias-Kirche angeschaut haben (Anmerkung, wieder mal von Frieda: dort ist die liebe Sissi zur Königin von Ungarn gekrönt worden!), haben wir uns auf den Weg zu einem Park gemacht. Zu Fuß. Und es war irgendwie weiter als gedacht. Was uns dann aber am Ende der Straße erwartet hat, war den Weg nicht so ganz wert. Naja, so teilweise. Touristen. Ganz viele. Auf so einem Touristenmarkt. Das war das Negative. Das Positive war das Essen mal wieder. Wir haben endlich so ein typisches Dingsda gegessen.
Ich kann mich nicht an den Namen erinnern, weil ich mich prinzipiell an keine ungarischen Namen erinnern kann, weil die Sprache furchtbar schwer ist. Erdélyi kürtöskalács. Oder halt Baumkuchen, hab’s grad gegoogelt. Ein riesiges Teil, in Zimt und Zucker gewälzt, aber gar nicht so schlecht. Eine Erfahrung und 3 Kilo schwerer, haben wir uns zurück in unser liebgewonnenes jüdisches Viertel begeben. In ein Lokal, was mir schon am ersten Tag ins Auge gestochen ist. Vicky Barcelona. So wie der Film. Eine kleine Tapas-Bar inmitten von Budapest, die seinem Namen alle Ehre macht. Sangria, Tapas und Salsa-Musik bilden den Abschluss unserer Budapestreise. Wir müssen wieder nach Hause. Die ÖBB ruft.

Budapest, wir kommen bald wieder. Es war nicht das letzte Mal. Versprochen.

 

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