Violett. In Love.

In letzter Zeit hats mir die Farbe violett angetan. Irgendwie. Weil’s so knallt. Und so ein unglaublich schöner, farblicher Tupfer ist. Egal was man kocht, egal was man auf einen Teller gibt. Sobald ein bissl Lila dabei ist, schaut alles schöner aus. Obwohl die Farbpsychologie da ja was ganz anderes sagt. Haha. Naja, Ich mag violett. Momentan zumindest.

Dieser Farbtraum ist ganz natürlich zustande gekommen. Man braucht dazu im Grunde nur die wunderbare Yamswurzel. Bei uns sehr schwer nur zu bekommen, aber mit Umwegen kann man sie in Österreich auch bestellen. Die Yamswurzel ist an und für sich „nur“ eine violette Süßkartoffel. Eine, mit der man alles machen kann. Gnocchi, Püree oder auch einfach nur einen Erdäpfelaufstrich. Alles ist machbar und alles wird lila.

Man muss nur eine Süßkartoffel kochen. Und dann mit Salz, Pfeffer und Chili würzen. Eventuell noch ein bissl Topfen oder Ziegenfrischkäse drunter mischen. Für die Frische. Und sich dann einfach nur an der Farbe erfreuen. Mehr braucht es wirklich nicht. Und ist auf jedem Tisch eine optische Bereicherung.

Unbedingt mal ausprobieren, wenn man in den Genuss kommt, eine Yamswurzel zu ergattern. Man wird aus dem Staunen nicht mehr rauskommen.

Viel Spaß wünscht euch eure

Radicchio mit Purple Haze und pochiertem Ei.

Frühstück ist die schönste Mahlzeit des Tages. Wenn man Zeit dazu hat. Und wenn man gerne in der Früh etwas isst. Und wenn man noch dazu ein gesundes, buntes Frühstück zaubert, fängt der Morgen gleich mal viel besser an.

Da das Auge bekanntlich mitisst, muss es bei mir immer bunt sein. Und was bietet sich dafür besser an, als eine Avocado. Nix.

Und deshalb gibt es so gut wie immer eine zergatschte zerdrückte Avocado, nur mit Salz und Pfeffer gewürzt, auf einem guten Stück Brot. Und ein bissl Chili. Damit’s ein bissl scharf ist. Dazu all das, was der Kühlschrank gerade hergibt. In diesem Fall, um den farblichen Kontrast zu erzeugen, etwas Violettes. Ein Radicchioblatt, ein paar gehobelte Purple Haze Karotten und ein paar Radieschen können schon sehr viel bewirken. Um eine schöne Frühstücksbowl zu bekommen, die erstens gut schmeckt, und zweitens super gesund ist. 

Abgerundet wird die Sache fast immer mit einem pochierten Ei. Wo der Dotter dann so schön raus rinnt. Ich sag nur #egggoals. Da bin ich dann immer zufrieden. Wenn das Ei was wird. Ich gebe es zu, ich bin ein Eimachfanatiker. Jetzt ist es raus.  Achja, und eine Avoadorose muss auch noch mit in die Bowl. Fast vergessen. Puh.

Mit diesem Frühstück ist alles abgedeckt, was man für einen gesunden Start in den Tag benötigt. Einfach genießen. Guten Appetit!

Eure

Schwarzes Hummus. Mit Kichererbsen.

Ein Hummus, das ist schon was Gutes. Und wenn man einmal eines selber gemacht hat, mag man nie wieder eines kaufen. Weil man weiß, was drin ist. Und weil, naja weil’s einfach besser schmeckt.  Die blanke Wahrheit, und nichts als die Wahrheit.

Und alles, was man dazu braucht, ist eine Dose Kichererbsen, einen Löffel Tahin, ein bissl Olivenöl, ein bissl Wasser, Salz, Pfeffer, Cumin und Knoblauch. Alles im Mixer vermischen homogenisieren und kosten. Wichtig. Sonst weiß man ja nicht, was man da Gutes gezaubert hat.

Aber wie jetzt?  Es soll ja ein schwarzes Hummus werden!

Rischtisch. Dafür nimmt man einfach ein – tadaaaa – schwarzes Tahin. Dann wird die ganze Geschichte schwarz. Oder eher grau. Was herrlich mit grünem Pesto Genovese oder auch mit violetten bzw. pinken Lebensmitteln harmoniert. Bei mir waren’s nur mit Chili angeröstete Kichererbsen. Ein Träumchen.

Mahlzeit!

Eure

Paris, je t’aime.

Paris. Enfin nous sommes ici. In der Stadt der Liebe. Wie lange wollte ich schon nach Paris.

Ewig.

Und endlich ist der Moment gekommen. Und das noch über Silvester. Aufgeregt wie eine Schneekönigin mal ich mir im Kopf bereits aus, was ich alles sehen muss. Wo ich überall hin muss. Und was ich alles erleben muss. Also möchte natürlich. Klingt sonst so streng. Und das ist ziemlich viel.

Am Samstag am frühen Abend ging unser Flug. Hab ich mir extra so schön ausgesucht, dass man dann auch nicht zu spät ins Hotel kommt. Tja. Hab wieder mal was nicht beachtet. Der Flughafen ist ca. 3000 Stunden vom Stadtkern entfernt. Und hinkommen tut man mit einem Zug. Okay. Zug ist nicht so schlecht, besser als ein teures Taxi zu nehmen. Oder über fünf Ecken mit zehn Mal Umsteigen in die Stadt zu kommen. Aber dieser Zug, ich weiß nicht. Nicht so schön war der. Und auch der Flughafen selbst war eher bescheiden. Liegt vielleicht auch an den Massen an Soldaten mit ihren Maschinengewehren. Man weiß es nicht.

Auf jeden Fall haben wir mit dem Gondelzug verhältnismäßig sehr lang nach Paris gebraucht. Und haben uns dann auch noch im Métrowirrwarr von Paris zurecht finden müssen. Anekdote am Rande – wir waren so glücklich, eine riesengroße Station in der Nähe zu haben, République. Nur, dass dieser Place de Republique, wie er so schön heißt, natürlich ein runder Platz ist, wo man sich eher nicht so gut zurecht findet, wenn man das erste Mal darauf steht, haben wir nicht bedacht. Aus diesem Grund hatten wir auch einige Anfangsschwierigkeiten, den richtigen Weg ins Hotel zu finden. Und das in der Nacht.

Aber es hat vierzehn Grad gehabt. Ein Tag vor Jahresende. Wahnsinn. Wie im Frühling.

Nach gefühlten Stunden des Suchens haben wir endlich unser kleines, süßes Hotel gefunden. Jaques de Moláy. Ein kleines Boutiquehotel inmitten des dritten Arrondissements von Paris, Temple. Ganz viele Cafés und Restaurants, eine Frommagerie, Blumengeschäfte und andere kleine Geschäfte sind in unserer Gegend zu finden. Zum Glück. Hatte ja schon wenig Hoffnung nach dem anfänglichen  Verlaufen guten Zurechtfinden. Ins Bett sackend freuen wir uns auf den morgigen Tag. Morgen geht’s endlich los. Morgen erkunden wir Paris.

Bonjour á Paris. Ausgeschlafen, obwohl etwas verwirrt, wie spät in Paris die Sonne aufgeht, machen wir uns nach einem kleinen Frühstück auf, die Stadt der Liebe auf uns wirken zu lassen. Wir wandern durch unser Quartier bis runter zur Seine, vorbei an alten, historischen Häusern mit kleinen Parfümerien. Dann stehen wir vor der Seine und der Brücke zur Île-de-la-Cité. Notre Dame, wir kommen.

Und ich bin traurig, weil so viele andere Menschen immer die selben Ideen haben wie wir. Und da haben wir uns extra relativ früh auf den Weg gemacht. Und was ist? Notre Dame steht wunderschön vor uns, aber auch Millionen von nervigen Menschen mit ihren Selfiesticks. Am liebsten würd ich allen die Handys vom Selfiestick stehlen. Muss ich mich richtig zusammenreißen.

Mit guten Zureden, jedoch in meinem Grant über Selfiesticks und Touristen suhlend, hab ich mich überreden lassen, die berühmte gotische Kirche zu umkreisen, um vielleicht andere Blickwinkel zu sehen. Und Tada. Es war eine hervorragende Idee, weil seitlich und hinter der Kirche fast keine Menschen waren. Und von weiter weg auch nicht. Wo man sogar noch einen besseren Blick erhaschen kann. War dann doch wieder glücklich und versöhnt. Nur eine Sache haben wir leider nicht machen können. Die Türme. Die Türme von Notre Dame erklimmen, um einen UNGLAUBLICH coolen Blick auf die Stadt zu haben. Und um Quasimodo zu sehen, der sicher irgendwo auf den Dächern von Notre Dame herumhüpft (haben wir leider nicht gesehen, obwohl verdächtig viele Menschen große Ähnlichkeit hatten). Und die berühmten Wasserspeier. Aber diese waaaaaahnsinnig lange Schlange, die vor der Kirche schon wahrscheinlich ewig gewartet hat, war das leider nicht wert, Und Tickets hätte es sowieso nicht mehr gegeben.

Tausend Fotos später haben wir uns endlich losreißen können. Wir wollten ja noch zum Eiffelturm. Und da so schönes Wetter war, haben wir uns gedacht, dass ein kleiner Spaziergang nicht schaden würde. So sind wir entlang der Seine entlang spaziert, sind bei der Pont Neuf mit ihren vielen Liebesschlössern vorbei gekommen und haben verträumte Seineufer gesehen. Der Eiffelturm war im Endeffekt schon wirklich sehr weit weg. Er hat zwar immer so nah gewirkt, aber ich glaub, jemand hat ihn immer weiter weggestellt. Diese Franzosen. Da ist sicher eine Art optischer Täuschung am Werk gewesen.

Aber dann war er auf einmal da. Der Eiffelturm. In seiner vollen Pracht.

Und mit Baustellen. Rundherum. Überall. Eieiei. Irgendwie wie immer. Die meisten malerischen Fleckchen oder Wahrzeichen sind meist in der Realität mit Baustellen übersät. Aber nichtsdestotrotz, wir finden ein Platzerl, wo wir einen schönen Blick erhaschen können. War zwar ein bisserl schwierig, und vor allem gatschig, dorthin zu kommen, aber es hat sich gelohnt. Viele, viele Fotos und Gatschschuhe später, haben wir uns durchs offenbar chinesische Viertel geschummelt, um eine Kleinigkeit essen zu gehen. Da wir nicht zu lange suchen wollten, wurde es auch, muss ich gestehen, das erstbeste Café. Und der Appetit ist uns dann auch gleich vergangen, als wir die Preise in der Karte gesehen haben.

Sind’s halt nur Drinks geworden. Egal, war eh schon nach Mittag.

Beschwipst Gestärkt machten wir uns nun auf ins berühmte Louvre. Natürlich nur, um die Mona Lisa zu sehen. Ist gar nicht leicht, dieses winzige Bild zu finden. Waren nämlich zuerst wieder im falschen Flügel und haben uns Skulpturen anschauen müssen. Herrlich, genau meins. Im richtigen Flügel angekommen, wars dann jedoch sehr einfach, sie zu finden. Weil alle anderen ja auch nur dieses eine Bild sehen wollten. Es waren sogar so kleine Wegweiser mit dem Abbild von Mona Lisa ca. jeden Meter mit Pfeilen aufgestellt. Irgendwie peinlich. Aber sehen wollt ich sie ja auch.

Und dann waren wir endlich da. Ein riesiger Raum, auch mit anderen Gemälden an den Wänden. Im hinteren Drittel des Raumes war sie, die Mona. Winzig. Und davor alle Menschen, die sich im Louvre befunden haben zu dem Zeitpunkt. Wahnsinn. Genau so hab ich mir das aber auch vorgestellt. Highlight des Tages. Geil.

Mit der Erkenntnis, dass ich mit Kunst nichts anfangen kann, haben wir uns auf den Weg ins Hotel gemacht. Und, um diesmal wirklich etwas essen zu gehen. Silvester in Paris ist offensichtlich nicht so etwas Aufregendes. Es gibt nämlich kein Feuerwerk.

Kein Feuerwerk.

Mist. Hab ich erst nach dem Buchen irgendwie gelesen. Silvesterfail. Aber am Champs-Élysées hat’s anscheinend einen Silvesterpfad mit Lichtershow am Arc de Triomphe gegeben. Sind uns aber zu viele Menschen. Ich erinnere an Notre Dame. Mag Menschen nicht so. Manche schon, aber nicht so viele auf einmal. Deshalb wurde es diesmal ein ruhiger Jahreswechsel. Immerhin mit Champagner aus der Minibar. Prosit Neujahr, Geldbörserl. Ich bin schon gespannt, wieviel du grauslicher Champagner kosten wirst. Wir sind gespannt. Und lassen einen neuen Tag beginnen.

Der nächste Tag bricht an. Und wir bemerken, dass das neue Jahr vor allem eines in Hülle und Fülle mit sich bringt.

Regen.

Herrlich. Mein Lieblingswetter. Und gerade heute wollten wir ins schöne Montmartre, um in den Straßen zu flanieren und den kleinen Cafés einen Besuch abstatten. Und natürlich die wunderschöne Sacre Cœur zu sehen. Aber wird schon gehen bei dem bissl Regen.

Es schüttet. Natürlich. Genau dann, als wir aus der Métro aussteigen. Weggegangen bei Tröpfeln, angekommen bei Schüttregen. Wie tausend anderer Touristen, dem Regen trotzend, mit ihren Regenschirmen bewaffnet und den chinesischen Regenmänteln aus den Souvenirgeschäften anhabend bannen wir uns einen Weg hinauf zur Kirche. Gut, wir sind mit der Funiculaire gefahren. Aber nur, weil’s in unserem Ticket sowieso beinhaltet war. Nicht weil wir faul sind. Nein. Ganz bestimmt nicht.

Oben angekommen waren wir ganz hin und weg. So ein schöner Ausblick über Paris. Wahnsinn.

So hätte es sein können, hätte es nicht geregnet. Aber dank dem Regenwölkchen, was uns heute einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, trifft dieser Satz leider nicht zu. Es war nämlich alles einfach nur grau. Hat auch was. So düster. Aber dafür war die Sacre Cœur schön, auch im Regen. Kerzerl drin angezündet und schnell wieder weg. Zu viele Menschen auf zu engem Raum. Nix gut.

Eine Käseplatte, eine Zwiebelsuppe und Rotwein später machen wir uns auf den Heimweg, um dem Regen ein bisschen zu entfliehen und auf den Abend zu warten, der hoffentlich regenfrei ist. Wollen ja Paris nochmal von oben sehen. Aber so, dass man auch was sieht. Gscheit hoit. Und es hat funktioniert. Tour Montparnasse, 56.Stockwerk. Dachterrasse. Ein sehr empfehlenswerter Aussichtspunkt, wenn man Paris, und vor allem den wunderschön beleuchteten Eiffelturm, von oben sehen möchte. Highlight des Tages. Trotz Orkan, der über uns hergefallen ist. Aber zum Glück war alles mit Glas geschützt. Hat mich mit dem Wetter wieder versöhnt. Der Ausblick macht alles wieder gut. Très bien, belle Paris.

Den Abschluss unserer To-Do-Liste bildet der Arc de Triomphe und die Prachtstraße Champs-Élysées. Haben wir bis jetzt gemieden, weil permanent irgendwas dort war. Silvester – Silvesterpfad. Neujahr – Neujahrsparade. Aber jetzt. Jetzt ist nix Besonderes mehr und unsere Zeit ist gekommen. Ein schnelles Foto beim Überqueren des lebensgefährlichen Zebrastreifens und wir habens auch erledigt. Nervig, diese vielen Menschen. Die bleiben einfach mitten auf der tausendspurigen Fahrbahn stehen und machen mit ihren SELFIESTICKS Fotos… Mei mei mei. Und das bei rot eigentlich! Kopfschüttelnd, aber zufrieden, schlendern wir über die Champs-Élysées Richtung Métro und lassen unseren letzten Abend in einem kleinen Café bei einem Gin Vodka? Tonic ausklingen.

Der letzte Morgen in Paris erfüllt mein letztes kulinarisches Gustostückerl, bevor wir uns auf den langen Weg zurück zum Flughafen machen müssen.

Ein Petit Déjeuner francais, juste un café et un peu  de beurre Croissant.  Mehr Kalorien braucht man nicht.

Merci boucoup, au revoir et á bientôt!

Eure

 

 

 

 

Trüffelravioli. Salat. Rotkraut. Mmmh.

„Wir wünschen euch frohe Weihnacht. Wir wünschen euch frohe Weihnacht. Wir wünschen euch frohe Weihnacht.“ Und so weiter und so fort.

Es weihnachtet. Wie schön ist das. Und grad in dieser besinnlichen Zeit gibt es einige Gerichte, die dieses wohlige, angenehme Gefühl vermitteln. Dieses „Ich-fühl-mich-wohl“-Gefühl. Das mag ich. Und die Frieda auch natürlich. Und dazu zählt Rotkraut bei mir. Man kann sagen, dass ich Rotkraut recht gern hab. Vielleicht lieb ich sogar Rotkraut?

Ja, ich liebe Rotkraut.

Und zum ersten Mal hab ich es auch selbst gemacht. Ein frisches Rotkraut sozusagen verarbeitet. Und es schlagt bei weitem das fertig gekaufte. Und um noch mehr Weihnachtsstimmung zu vermitteln, hat es auch ein bissl gezimtelt nach Zimt geschmeckt. Nur ein kleines Bisschen. Und das passt herrlich. Meint Frieda zumindest.

Aber der Protagonist in diesem Gericht sind ja eigentlich die Trüffelravioli. Wie konnt ich sie nur vergessen. Oder in den Hintergrund stellen. Trüffel. Mei.

T-R-Ü-F-F-E-L

Wieder sowas, was ich so gern hab. Und früher nie wollte. Hat anscheinend was mit dem Älterwerden zu tun. Ich reife, also meine Geschmacksknospen. Wie ein alter Käse. Mahlzeit.

Zurück zu diesem wundervollen Gericht. Eigentlich als Vorspeise gedacht, hat es mich verzaubert. Diese Farben und vor allem die Geschmackskombination ist irre. Und komplett vegan, muss ich an dieser Stelle anmerken. Der Nudelteig für die Ravioli ist diesmal nämlich ohne Ei.

Und er ist um soviel besser geworden als jener mit Ei! Bin ganz begeistert. Ravioli werden jetzt immer vegan gemacht.

Pastateig ist ja eigentlich etwas ganz einfaches. Besteht genau aus vier Zutaten und ist pipieinfach. Man nehme 400g Semola (häh, was ist Semola, kann man das essen? Ja, kann man – das ist ein italienischer, ganz feiner Hartweizengries) und verknetet diesen mit 200g Wasser, 1 EL Olivenöl (natürlich ein gutes) und Salz. Ich hab noch getrockneten Thymian und Rosmarin reingeschummelt. Ich Laus. Und dann knetet man. Und knetet. Und knetet. Und kneeeeteeeet. Irgendwann wird es mal ein Teig, den man nach Vollendung ein bissl ruhen lassen darf. Mindestens eine Stunde, je länger aber, desto besser.

In der Zwischenzeit kann man das Rotkraut machen. In diesem Fall wurde es eine Art Rotkrautsalat eigentlich. Weil kalt gegessen. Das geschnittene Rotkraut wird mit ebenso geschnittenen roten Zwiebeln in Olivenöl angeschwitzt und mit ein wenig Wasser, Salz, Pfeffer und einer kleine Prise Zimt weich gekocht. Am Ende mit ein bissl Limettenzeste und Limettensaft marinieren.

Dann werden die obligatorischen Ravioli hergestellt. Supereinfach mit einer Nudelmaschine, geht aber auch mit einem Nudelholz. Oder Nudelwalker. Oder wie man das auch immer nennt. Ois geht. Die Füllung bestand diesmal aus mehligen Erdäpfeln, kleinst geschnittenen, roten Zwiebeln, Trüffelöl, Salz, Pfeffer und Thymian. Ein Traum.

Angerichtet werden die in Salzwasser kurz gekochten und in Olivenöl mit Knoblauch und Kräutern geschwenkten Ravioli auf einem kleinen, feinen Salat. Mariniert mit Zitrone, Kernöl, Salz und Pfeffer. Und darauf kommt ein bisschen von unserem vorher zubereiteten Rotkrautsalat, garniert mit ein paar essbaren Blüten.

Wunderschön.

Frohe Weihnachten, einen wunderschönen, besinnlichen Abend und natürlich guten Appetit wünscht euch eure,

Tomatensuppe. Mit Pesto Genovese. Und Brot.

Bella Italia! Oder so. Im Winter jetzt genau das richtige Essen, um sich in den Süden zu denken. Hätt ma jetzt gern. Geht owa ned. Und deshalb muss ein Supperl her, was genau dieses Sommergefühl einfängt. Einerseits eine wärmende Suppe, die man unbedingt braucht, wenn’s draußen kalt ist. Andrerseits alle Komponenten, die man mit Italien verbindet.

Tomate. Basilikum. Mozzarella.

Tomate in der Suppe, Basilikum im Pesto. Auf der Suppe. Und Mozzarella am Brot. Zur Suppe. Perfectissimo.

Ich hab mich lange davor gedrückt, eine Tomatensuppe auszuprobieren, weil ich immer geglaubt habe, dass sie zu sauer wird. Aber eigentlich ist es eine der einfachsten Suppen überhaupt. Alles was man dazu braucht, sind ganz viele, dunkle Tomaten, die man gleich schneidet und zusammen mit Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl anschwitzt und köcheln lässt. Dazu kommt Basilikum, Tomatenmark, Oregano, Salz und Pfeffer.

Nebenbei kann man das Basilkumpesto schon mal machen. Basilikum mit Knoblauch, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Parmesan und Pinienkernen pürieren. Fertig. Auf zum nächsten.

Ein Ciabatta in Scheiben schneiden, mit ein bissl Pesto bestreichen und ein paar Mozzarellascheiben darauf verteilen. Schön würzen und in Olivenöl anbraten.

Währenddessen kann man die Suppe pürieren und mit ein bissl Mozzarella verfeinern. Alles schön anrichten und sich nach Italien entführen lassen.

Buon Appetito!

Eure,

Maronignocchi. Mit Rosmarin und Thymian.

Und wieder einmal ist es soweit. It’s Gnotschki-Time! Meine kleinen Lieblinge. Jetzt gelingen sie schon richtig gut. Egal, in welche Richtung sie gehen, egal welche Farbe sie haben sollen. Sie gelingen. Und das macht mich so glücklich.

Also. Was passt genau zu Herbst und Winter? Natürlich. Maroni. DAS Symbol für die Weihnachtszeit.Ich sag nur Christkindlmarkt. Und Maroni. Das passt perfekt zusammen. Und deshalb mussten auch mal Gnocchi her, die Maroni enthalten. Und ich muss sagen, es harmoniert perfekt.

Man nehme das übliche Rezept für den Gnocchi-Teig. Und nimmt ein bissl was von den Erdäpfeln weg und gibt stattdessen Maronipüree dazu. Damit man wieder auf die Menge Erdäpfel kommt. Oder eben Maroni-Erdäpfel. So irgendwie. Also, summa summarum, oder so: 1kg Erdäpfel (oder halt Maroni-Erdäpfel) mit 2 Eiern und 250g Mehl. Ergibt ziemlich genau 4 Portionen. Wenn man also nur für 2 Personen kommen möchte, halbiert man die ganze Geschichte einfach. Tadaaa.

Alles zu einem homogenen Teig kneten, schön salzen, pfeffern und mit Rosmarin würzen und ein Rollen rollen. Immer wieder lustig, dieses Wortspiel. Und dann schneidet man einfach kleine Stückerl ab. Kann ruhig ein bissl rustikaler sein, das passt schon so. In kochendem Salzwasser so lange garen, bis sie an der Oberfläche schwimmen und sofort in einer Pfanne mit einer Mischung aus Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch und Kräutern schwenken.

Maronissimo. Bravissimo. Oder afoch nua guad gmocht.

Lasst es euch winterlich schmecken!

Eure

Maronisuppe.

Wenn es schon kalt draußen ist und man es sich am liebsten mit dicken, flauschigen Socken und einer warmen Decke zuhause gemütlich macht, braucht man natürlich auch etwas winterliches, wärmendes zu Essen. Da ist eine Maronisuppe genau das richtige. Einfach, schnell und mal was anderes. Perfekt für einen winterlichen Abend.

Alles was man dazu braucht, sind Maroni, Zwiebel, Knoblauch, Milch, Wasser, Rosmarin und Gewürze. Fertisch. Und wenn man anstatt Maroni auch noch die vorgegarten Maroni nimmt, oder die aus dem Glas, dann ist es sogar noch einfacher. Unglaublich. Aber wahr.

Zuallererst schneidet man eine Zwiebel und ein bisserl Knoblauch ganz klein und schwitzt alles in ein bissl Olivenöl kräftig an. Dann kommt das Maronipüree dazu. Gestreckt wird mit ein bissl Milch und Wasser. Und dann wird alles gekocht. Mit Salz, Pfeffer und Rosmarin abschmecken und am Ende pürieren. Und wieder salzen. Weil die Maroni so süß sind. Und dann wieder mit Wasser strecken, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Mit ein paar Maroni und einem Rosmarinzweig garnieren und einfach nur genießen.

Schönen ersten Advent wünscht euch eure

Rote Rüben Suppe mit Kren.

Es ist wieder soweit. Die rote Rübe hat wieder zugeschlagen. Mit voller Wucht. Dabei ist eine kleine, feine Suppe entstanden, die richtig gut in diese Herbstzeit passt. Zusammen mit meinem geliebten Ziegenfrischkäse und Meerrettich Kren ergibt sie nicht nur eine richtige Augenweide – sie schmeckt auch hervorragend.

Zuallererst ziehen wir uns mal Handschuhe an. Is recht wichtig. Sonst sind die Hände soooo rot, dass man glauben könnte, einen Mord begangen zu haben. Wenn man nicht selbst wüsste, nur rote Rüben in der Hand gehabt zu haben. Naja. Besser also, Handschuhe anzuziehen.

In Olivenöl klein geschnittene Zwiebel und Knoblauch zusammen mit geschnittenen roten Rüben anschwitzen, mit Wasser aufgießen und kochen lassen. Sobald die roten Rüben schön weich sind, alles pürieren und mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und ein bisschen Chili würzen. Kurz vorm Servieren etwas Ziegenfrischkäse unterrühren und mit Jungzwiebeln und Kren garnieren. Fertig.

Eigentlich ganz einfach.

Mahlzeit, meine Lieben!

Guten Appetit wünscht euch eure

 

Ziegenkäse-Ravioli mit ganz viel Thymian.

Dieses Gericht ist für mich fast schon ein Winteressen, wie es im Märchen steht. Wobei, eigentlich kenn ich gar kein Märchen, wo Ziegenkäseravioli vorkommen. Naja. Es erinnert mich auf jeden Fall an Winter. Und an Weihnachten. Und da es ja schon Lebkuchen um diese Zeit zu kaufen gibt, darf man auch schon über Weihnachten reden. Und über Weihnachtsessen.

Die Ravioli habe ich nun schon zum zweiten Mal selbst gemacht. Und die Verliebtheit steigt und steigt, weil man einfach so viel variieren kann. Egal in welche Richtung, egal mit welcher Füllung. Sie schmecken immer gut. Immer auf eine andere Art und Weise, aber immer gut. Sehr gut sogar. Dieses Mal war eine Füllung aus Erdäpfel und Ziegenfrischkäse dran. Zusammen mit ganz viel Thymian bekommt man ein wahnsinnig stimmiges, harmonisches Pastagericht, welches man unbedingt probieren muss.

Für den Nudelteig wie gewohnt 400g Mehl mit 4 Eiern zu einem zuerst bröseligen und dann homogenen Teig verarbeiten. Diesmal habe ich ganz viel frischen und auch getrockneten Thymian mit in den Nudelteig gegeben. Salz und Pfeffer natürlich auch. Wär auch komisch, wenn ich irgendetwas nicht würzen würde. Dann den Teig mindestens eine halbe Stunde zugedeckt rasten lassen, damit sich alles gut verbinden kann.

Für die Füllung ein paar mehlige Erdäpfel kochen, zerstampfen und mit Ziegenfrischkäse, Salz, Pfeffer und wieder ein bissl Thymian vermischen. Man muss nur aufpassen, dass nicht zu viele Erdäpfel dabei sind, damit der Ziegenkäse auch schön durchkommt. Sonst wär’s ja auch unnötig, einen zu verwenden. Wenn man ihn nicht schmeckt.

Den Nudelteig auswalken, entweder per Hand oder mit einer Nudelmaschine, die Füllung drauf verteilen und mit einer zweiten Schicht Teig verschließen. Die fertigen Ravioli in nicht ganz kochenden Salzwasser kochen und danach noch in ein wenig Knoblauchbutteröl mit Kräutern, Salz und Pfeffer durchschwenken.

Buon Appetito. Oder wie man so schön sagt – Schmalzeit!

Eure,