Trüffelravioli. Salat. Rotkraut. Mmmh.

„Wir wünschen euch frohe Weihnacht. Wir wünschen euch frohe Weihnacht. Wir wünschen euch frohe Weihnacht.“ Und so weiter und so fort.

Es weihnachtet. Wie schön ist das. Und grad in dieser besinnlichen Zeit gibt es einige Gerichte, die dieses wohlige, angenehme Gefühl vermitteln. Dieses „Ich-fühl-mich-wohl“-Gefühl. Das mag ich. Und die Frieda auch natürlich. Und dazu zählt Rotkraut bei mir. Man kann sagen, dass ich Rotkraut recht gern hab. Vielleicht lieb ich sogar Rotkraut?

Ja, ich liebe Rotkraut.

Und zum ersten Mal hab ich es auch selbst gemacht. Ein frisches Rotkraut sozusagen verarbeitet. Und es schlagt bei weitem das fertig gekaufte. Und um noch mehr Weihnachtsstimmung zu vermitteln, hat es auch ein bissl gezimtelt nach Zimt geschmeckt. Nur ein kleines Bisschen. Und das passt herrlich. Meint Frieda zumindest.

Aber der Protagonist in diesem Gericht sind ja eigentlich die Trüffelravioli. Wie konnt ich sie nur vergessen. Oder in den Hintergrund stellen. Trüffel. Mei.

T-R-Ü-F-F-E-L

Wieder sowas, was ich so gern hab. Und früher nie wollte. Hat anscheinend was mit dem Älterwerden zu tun. Ich reife, also meine Geschmacksknospen. Wie ein alter Käse. Mahlzeit.

Zurück zu diesem wundervollen Gericht. Eigentlich als Vorspeise gedacht, hat es mich verzaubert. Diese Farben und vor allem die Geschmackskombination ist irre. Und komplett vegan, muss ich an dieser Stelle anmerken. Der Nudelteig für die Ravioli ist diesmal nämlich ohne Ei.

Und er ist um soviel besser geworden als jener mit Ei! Bin ganz begeistert. Ravioli werden jetzt immer vegan gemacht.

Pastateig ist ja eigentlich etwas ganz einfaches. Besteht genau aus vier Zutaten und ist pipieinfach. Man nehme 400g Semola (häh, was ist Semola, kann man das essen? Ja, kann man – das ist ein italienischer, ganz feiner Hartweizengries) und verknetet diesen mit 200g Wasser, 1 EL Olivenöl (natürlich ein gutes) und Salz. Ich hab noch getrockneten Thymian und Rosmarin reingeschummelt. Ich Laus. Und dann knetet man. Und knetet. Und knetet. Und kneeeeteeeet. Irgendwann wird es mal ein Teig, den man nach Vollendung ein bissl ruhen lassen darf. Mindestens eine Stunde, je länger aber, desto besser.

In der Zwischenzeit kann man das Rotkraut machen. In diesem Fall wurde es eine Art Rotkrautsalat eigentlich. Weil kalt gegessen. Das geschnittene Rotkraut wird mit ebenso geschnittenen roten Zwiebeln in Olivenöl angeschwitzt und mit ein wenig Wasser, Salz, Pfeffer und einer kleine Prise Zimt weich gekocht. Am Ende mit ein bissl Limettenzeste und Limettensaft marinieren.

Dann werden die obligatorischen Ravioli hergestellt. Supereinfach mit einer Nudelmaschine, geht aber auch mit einem Nudelholz. Oder Nudelwalker. Oder wie man das auch immer nennt. Ois geht. Die Füllung bestand diesmal aus mehligen Erdäpfeln, kleinst geschnittenen, roten Zwiebeln, Trüffelöl, Salz, Pfeffer und Thymian. Ein Traum.

Angerichtet werden die in Salzwasser kurz gekochten und in Olivenöl mit Knoblauch und Kräutern geschwenkten Ravioli auf einem kleinen, feinen Salat. Mariniert mit Zitrone, Kernöl, Salz und Pfeffer. Und darauf kommt ein bisschen von unserem vorher zubereiteten Rotkrautsalat, garniert mit ein paar essbaren Blüten.

Wunderschön.

Frohe Weihnachten, einen wunderschönen, besinnlichen Abend und natürlich guten Appetit wünscht euch eure,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*