New York City.

Frieda ist da. Frieda ist endlich in der Stadt, in die sie immer wollte. Schon immer. Ewig. Und jetzt ist endlich der Moment gekommen, in der Stadt, die niemals schläft, unter Millionen anderer Menschen, doch zu schlafen.

Weil Schlafen einfach toll ist.

So wie viele andere Dinge, die New York ausmacht. Und das ist einiges. Frieda freut sich, endlich diese faszinierende, sagenumwobene Stadt zu erkunden. Und ein Teil von ihr zu werden.

Aber fangen wir mal mit der Anreise an. Flug – super. Ist sozusagen wie im Flug vergangen. Haha. Security Check – X?$&(%***s%&. Mit anderen Worten, obwohl mir einige, wenn nicht sogar sehr viele einfallen würden – nervenaufreibend. Weil so viel Zeit in Anspruch genommen. Lange, lange in der Schlange gestanden, bis man dann endlich vorne angekommen ist, einem Schalter zugeordnet wird und dann der Schalter genau dann, wenn man an der Reihe gewesen wäre, zumacht. Geht auf Pause oder so. Puh. Gut, stellt man sich halt daneben an – drängelt sich wer vor. Grantig geworden und wieder Lane gewechselt. Aber als ob das Karma es einmal richtig mit uns meint, schließt der Schalter von der vordrängelnden Frau auch noch und ich war innerlich wieder ausgeglichen. Oder schadenfroh. Eher das.

Nachdem wir ENDLICH draußen waren und offiziell einreisen durften, sind wir per Taxi zu unserem Airbnb gefahren. Im hippen Williamsburg in Brooklyn. Yeah, hip hip, hurra.

Not. Es gibt eindeutig mehrere Auffassungen von hip. Aber dazu später mehr.

Unsere erste Nacht war neben hispanischen Klängen aus einem Autokofferraum und gelegentlichen Sirenen eigentlich ganz nett. Was aber ziemlich sicher am Jetjag gelegen hat. Mein alter Körper haltet auch nichts mehr aus.

Am nächsten Morgen wollten wir uns mal zu Fuß unser Viertel anschauen. Hieß ja, dass so viele nette Cafés und Bars und Restaurants und hippe Platzerl überall sein sollten.

Sollten.

Beziehungsweise ist der Begriff des „Viertels“ schon recht ausgedehnt worden. Und vor allem das Wörtchen hip. Hip heißt mittlerweile für mich abgefu*kt. So Berlin Kreuzberg-Style. So überall alles kaputt und dreckig, aber ein Graffiti ist an der Wand und das ist cool. Ich glaub ich bin zu alt dafür.

Unser Plan für heute war, über die Williamsburg Bridge Richtung Manhattan zu gehen. Hat leider nicht funktioniert, weil wir zu dumm waren, einen Fußgängerübergang über die Brücke zu finden. Also sind wir weiter zur nächsten Brücke, der Manhattan Bridge gewandert. Durchs Industrieviertel an den Docks von Brooklyn. War ein bezaubernder Spaziergang entlang des Nichts. Und auch gar nicht anstrengend. Mit so wunderbaren Eindrücken von schmutzigen Hinterhöfen und Baustellen und parkenden Autos. Schön. Einfach schön. Puristisch irgendwie. Die Frustration war ziemlich groß, dass wir niemals nach Manhattan kommen. So nah und doch so fern.

Deshalb waren wir umso erleichterter, dass die Manhattan Bridge uns aufgenommen und uns einen Weg über den East River geboten hat. Mit einem wunderschönen Ausblick auf Downtown links vor uns. Und einem resultierenden Gehörschaden von rechts. Die Subway fährt nämlich auch über diese Brücke. Konnte man nicht überhören. Drüben angekommen sind wir inmitten von Chinatown. Mein Lieblingsviertel.

Überall Asiaten.

Es war sehr schwer für mich. Hat aber wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit beruht. Ich glaub, die mögen andere Menschen dort nicht so gerne. Wirkt zumindest so. Aber sehr faszinierend. Alles ist auch auf Chinesisch angeschrieben. Alles, sogar Werbungen. Und der berühmte McDonald’s, mit chinesischen Schriftsymbolen. Und Marktstände mit exotischen Früchten, die ich noch nie gesehen hab. Ein Punkt, den wir noch ausgelassen haben, weil noch zu früh – die apotheke. Eine Bar von einem Österreicher gegründet, inmitten von Chinatown. Muss Frieda noch hin.

Einmal über die Straße gegangen waren wir auf einmal in Little Italy. Der Ruf eilt dem Viertel ein bisschen voraus. Soll nicht so toll sein, recht touristisch. So wie in Pisa irgendwie. So schmuddelig und dreckig, und komische Menschen. Wie in Chinatown, aber halt ohne Asiaten. Trotzdem haben wir uns ein schnelles Cannolini gegönnt, bevor wir uns zum Times Square aufgemacht haben.

Der übrigens schon sehr cool ist. Der Times Square. Sehr imposant und crowded. Also eigentlich ein Platz, wo ich mich gar nicht so gern so lang aufhalten mag. Musste aber trotzdem zwanzigtausend Fotos machen, nur um sicher zu gehen. Man weiß nie, ob man nicht was vergisst, festzuhalten. Bei zwanzigtausend Bildern ist die Wahrscheinlichkeit recht gering.

Sehr viele Eindrücke später haben wir uns diesmal wieder zu Fuß auf zum Empire State Building gemacht. Damit unser New York Pass mal ordentlich genutzt wird. Und es waren echt wenige Menschen dort. Und das war jetzt mal sogar nicht sarkastisch gemeint. Wir waren unglaublich schnell oben und haben richtig gut auf die Skylines gesehen. Ohne Menschen, die vor uns stehen, sodass wir nichts sehen. Das ist sonst immer so. Wie das Amen im Gebet. Aber irgendwie hatten wir heute einfach Glück. Wahrscheinlich, weil wir heute schon so viele Fails hatten, dass das Glück Mitleid mit uns hatte. Eventuell.

Wieder unten wollten wir weiter zum Flat Iron Building. Sind aber wieder mal in die falsche Richtung gegangen und erst bei der 40th Street draufgekommen. Was bedeutet, dass wir die ganze Strecke wieder zurück gehen mussten. Aber egal. Am Ende haben wir es gefunden. Und im davor liegenden Madison Square Park eine kleine Pause eingelegt, bis wir uns auf ins benachbarte Greenwich Village gemacht haben.

Wo es ur nett ist. Aber wirklich jetzt. Greenwich Village und das wiederum angrenzende Soho sind echt cool. Und hip. Also meine Interpretation von hip. Cool-hip. Nicht Kreuzberg-hip. Als wir durch die begrünten Straßen schlenderten, die im Reiseführer als – Achtung – dorfähnlich bezeichnet werden (Anmerkung: was eine absolute Fehlbezeichnung ist, aber egal), war es einfach nur nett. Also richtig nett, nicht „nett“. Es war toll. Momentan mein Lieblingsgrätzl. Als wir dann auch noch eine richtig süße Bar gefunden haben, war die Welt perfekt.

In love, with Soho.

Der nächste Tag bricht an. Da wir uns vorgenommen haben, schon die erste Ferry Richtung Statue of Liberty zu nehmen, sind wir schon recht früh unterwegs. Was sich ausgezahlt hat. Weil uns somit einerseits gar keine Schlange vorm Ticketschalter erwartet hat und wir andrerseits einen Fensterplatz ergattert haben, um schöne Fotos zu machen. Die wirklich schön geworden sind. Weil sich die Sonne heute auch mal gezeigt hat. Da wir die erste Fähre genommen haben, waren wir natürlich auch unter den ersten Menschen auf dieser Insel. Und da anscheinend recht viele alte Leute, komische Touristengruppen mit eigenartigen Kopfbedeckungen und Asiaten in Hülle und Fülle, die sich erst mal wieder zusammen finden müssen, an Bord waren, waren wir eine der ersten vorne beim Ufer, wo uns ein wahnsinniger schöner Blick auf die Skyline von Manhattan geboten hat. Und da die Massen immer näher kamen, sind wir einfach immer wieder ein Stück weiter gegangen, bis wir vor der Grand Madame standen. Also der Freiheitsstatue, die schon sehr cool ist. Die Proportionen passen zwar nicht so ganz, aber das bricht ihr keinen Zacken aus der Krone. Sie ist cool und fertig.

Da das Café auf der Insel ein big fat fail war (Anmerkung: es war ein Café, aber irgendwie dann doch nicht – eher so ein Schnellimbiss, und der war irgendwie zu. Eigenartig irgendwie.), sind wir wieder mit der nächsten Fähre nach Manhattan gefahren. Und haben uns die wohl grauslichste Brezel der Welt auf dieser Fahrt gegönnt. Noch am Vortag haben wir festgestellt, dass man eigentlich immer gut mit einer Brezel fahrt. Die schmecken immer überall.

Die nicht. Die war echt furchtbar. Wie ein harter Krapfen, wo ein bissl Salz drauf gestreut war. Ein Fail, was soll ich sagen. Dafür war der Filterkaffee für einen Filterkaffee nicht schlecht.

Wenn man sich’s einredet.

Da wir schon so gut wie im Financial District waren, haben wir uns zu Fuß Richtung Uptown bewegt. Vorbei am 9/11 Memorial. Sehr bedrückend, aber auch wieder wunderschön. Eine sehr gelungene Art des Gedenkens. Immer wieder faszinierend, dass man sich immer noch genau daran erinnern kann, was man in dem Moment, als das passiert ist, gemacht hat. Vor siebzehn Jahren.

Die Wall Street haben wir irgendwie verpasst. Ist mir aber auch erst am Abend im Bett eingefallen, dass wir direkt dort jetzt gar nicht waren. Naja, wahrscheinlich nix verpasst, würd ich mal sagen. Die Vorfreude auf den Central Park war offenbar einfach zu groß. Und da wir unabsichtlich einen express train erwischt haben, sind wir ganz oben im Norden – kurz vor der Bronx – erst wieder ausgestiegen. Freud und Leid zugleich, diese express trains. Schnell, aber weniger Haltestellen.

Der Central Park selbst ist schon eine coole Sache. Wobei er mir erst auf Höhe des Sees richtig gut gefallen hat. Die grüne Lunge der Stadt, wo man wirklich für ein paar Momente die Hektik der Großstadt vergessen kann. Und die vielen Sirenen, die fast permanent durch die Straßen schallen. Im Central Park ist es ruhig und idyllisch. Und es gibt Wasserschildkröten, die sogar raus ans Ufer kommen und sich füttern lassen. Frieda mag das.

Als wir am unteren Ende den Central Park wieder verlassen haben (ich merke an – wir sind den kompletten Central Park zu Fuß von Norden bis Süden, fast ohne Motschgern Jammern, gegangen), hat uns die Großstadt wie eine Watschen getroffen. Dreihunderttausendmillionen Polizisten und lauter Straßensperren, was ein mega Verkehrschaos ausgelöst hat. Und warum das alles? Wegen der UNO-Versammlung, die die nächsten Tage stattfinden soll. Toll. Glaubt man fast, dass was Arges passiert ist. Aber alles gut, nur ein paar Politiker, die sich treffen.

Wir haben einfach versucht, so schnell wie möglich weiter zu kommen. War nicht so leicht, weil die autofahrenden New Yorker echt mühsam sind. Die Hupe ist sicher die erste Sache, die bei deren Autos kaputt ist. Wahnsinn. Diese Dauerbeschallung an Hup- und Sirenengeräuschen jeglicher Art ist einfach enorm. Da wird ma richtig deppat. Es ist anstrengend.

Am Theaterdistrict vorbei haben wir am Ende aber doch unser Ziel erreicht. Chealsea. Was jetzt mein neues Lieblingsgrätzl ist, nur so nebenbei erwähnt. Man merkt gleich, dass ein ganz anderes Flair vorliegt. Weg vom Trubel, rein in ein bisschen mehr Gemütlichkeit. Es gibt einige wirklich nette Lokale, wirklich schöne Wohnstraßen und natürlich den berühmten Chelsea Market. Wo ein Abstecher hin natürlich nicht fehlen durfte.

Und der Chelsea Market ist megacool. Richtig, richtig cool. Früher eine Großbäckerei, heute ein Food Court in einem alten Fabriksgebäude, komplett im Industrial Style gehalten. Mit ganz vielen einerseits lokalen, andrerseits internationalen Bars, Imbissen und Take-Aways. Echt nett. Ich liebe jetzt Chelsea, Soho kommt aber knapp danach. Und dahinter, also hinterm Chelsea Market, entspringt die High Lane, die ein weiteres Stück Beautification – Verschönerung durch Begrünung – in die Stadt bringen soll. Auf einer alten Eisenbahnstrecke gelegen, verbindet sie einige Viertel miteinander, mit vielen coolen Ausblicken. Ned so schlecht irgendwie. Müde, weil wieder so viel gegangen, machen wir uns zurück in unsere Hood. Und sind stolz, dass wir uns mit der Subway mittlerweile schon echt gut auskennen und unser Grätzl eigentlich eh gar nicht so schlecht ist wie anfangs gedacht.

Dienstag, New York City. Regen. Toll. Das beste Wetter, das man sich nur vorstellen kann. Manche Menschen mögen ja Regen. Dazu kann ich mich leider nicht zählen. Diese Nicht-Vorliebe liegt wahrscheinlich daran, dass ich es einfach hasse, behinderte fluffige Haare zu haben. Aber was soll’s – in New York ist das anscheinend normal, dass die Wettervorhersage nicht so ganz funktioniert und man wie bei bei einem Überraschungsei mal Sonne und mal Regen bekommt. Sprich, ein Regenschirm sollte immer dabei sein.

Aufgrund des Regens, und der am Nachmittag eingehenden Flutwarnung, gestaltete sich der Tag als eher weniger spektakulär. Kurzes Resumée – Frühstück im „The Butcher’s Daughter“ (P.S.: loooooooove it, obwohl plitschenass, da in Eimern sehr stark geschüttet), Versuch, in Museen zu gehen. Schlechte Idee, da Idee von mehreren tausenden Menschen. Was nicht so schlimm wäre, wenn kunstinteressiert. Ist jedoch nicht so gewesen, deshalb Versuch, andere sinnvolle Dinge in dieser riesigen Stadt zu machen, Funktionierte nicht wirklich. Heim – Sex and the City schauen – Essen gehen in the Hood. Modern Love. Frieda mochte das. Schlafen.

Der nächste Tag war schon viel besser, obwohl das Wetter immer noch nicht so berauschend war. Trotzdem wollten wir nach DUMBO. Weil das schon lange am Plan stand. Mit Dumbo ist natürlich nicht der Elefant gemeint – obwohl ich den echt gern mag – sondern ein kleines Platzerl unter der Manhattan Bridge, wo man echt coole Fotos machen kann. Obwohl wir kurz vorm Verzweifeln waren, weil wir die Stelle nicht gefunden haben (weil das mal wieder so ein Hipster-Alternative-Special-Place war und ich es mir nicht vorher genau raus gesucht hab, obwohl es mittlerweile eh in jedem Reiseführer steht) und es mal wieder genieselt hat – in the end war es voll cool. Und die Regenstimmung hat auch ihren Teil dazu beigetragen. Weiter des Weges sind wir auch noch zur Brooklyn Bridge vorgedrungen, wo uns der nächste, wirklich schöne, Blick auf das vernebelte Manhattan erwartet hat. Nice.

Die Brooklyn Bridge selbst ist wirklich schön. Und der Weg darüber, in Richtung Manhattan, ist es absolut wert. Auch wenn echt viele Menschen der gleichen Ansicht sind. Es zahlt sich aus.

Drüben angekommen waren wir in Lower Manhattan. Also fast in Chinatown. Und da wir ins East Village wollten – weil wir dort noch nicht waren – machten wir uns auf, vorbei an dampfenden Dim Sums und an schreienden Hendeln – Spaß, des hat’s echt ned geben – bis hin zu einem echt coolen Food Market. Man glaube es kaum – in Chinatown gibt es etwas Cooles. Ich glaub jedoch, das wir echt nur Glück hatten. Normalerweise schaut’s auf der Canal Street aus wie in Hongkong. Ungelogen. Deshalb kam diese Miso-Ramen-Suppe wie gelegen. Um unseren Eindruck von Chinatown ein bisschen zu heben. Und sie war echt gut. Also nicht so – ich weiß nicht was drin ist gut, sondern wirklich gut.

Nachdem wir fertig waren, setzten wir unseren Weg fort in Richtung East Village. Vorbei an Vintage Designer Märkten, Graffiti und kleinen Cafés. Und vorbei an schönen Hauseingängen, wo man sich schon auch vorstellen könnte, selbst zu wohnen. Wenn man da wohnen wollen würde. Was ich eventuell schon wollen würde. Unter Umständen.

Über das East Village machten wir uns auf zum Union Square, zum berühmten Green Market. Ur nett. Ein Bauernmarkt der umliegenden -Bauern- die hier ihr Gemüse und Obst verkaufen. Und so schön präsentiert! Frieda mag Holzkisten. Frieda könnte da locker mithalten.

Weiter des Weges. Und da noch keine Rooftop Bar dran glauben hat müssen, war’s jetzt echt schon mal Zeit. Also auf in die 230 Fifth Rooftop Bar. Mit einem echt coolen Blick aufs Empire State Building. Sonne war auch da. Also kann nicht so viel schief gehen.

Bis auf die Drinks.

Dafür war der Blick nicht schlecht. Was soll ich sagen. Man kann halt nicht alles haben. Am Nachmittag stand noch ein Programmhighlight am Plan. Eine Inside Broadway Tour. Also eine Walking Tour. Mit so einem Guide. Durch das Broadway-Viertel. So komisch und eigenartig Touren auch sind. Diese war ganz okay. Wahrscheinlich, weil an jeder Ecke irgendsoein Heinzi steht, der irgendeiner Gruppe irgendetwas erzählt. Wenigstens ohne Fahne oder anderem Erkennungszeichen. Zur Not hätte man sich auch einfach abspalten können. War aber gar ned nötig. War sogar ganz cool.

Nach der Tour gingen wir dann auch noch ins Musical. Ein Musical. Am Broadway. Wuhu. Es waaaaaaar

KINKY BOOTS.

Ein absolut cooles Musical. Wirklich. Würd ich mir wahrscheinlich noch dreitausend Mal anschauen. Sehr empfehlenswert. Echt. Ich liebe jetzt Dragqueens. Also Frieda liebt sie. Na eigentlich wir beide. Muss man gesehen haben.

Der letzte Tag bricht an. Der letzte Tag. Die Wehmut liegt mir jetzt schon im Magen. Langsam aber sicher, gewöhne ich mich an diese Stadt. Mit all ihren dreckigen Seiten, die schon wieder sehr verlockend sind. Die schmuddeligen Seiten, die in einem gewissen Licht wieder cool und jung wirken. Und halt auch dreckig, das kann man nicht verleugnen. Aber auch cool. Man ist sehr zwiegespalten, Sehr begeistert, und doch geschockt. Fasziniert und entrüstet. Aber genau das macht diese Stadt aus. Nicht mehr und nicht weniger.

Also, der letzte Tag. Nachdem wir schon so gut wie alles – unter Anführungszeichen – gemacht haben, wollten wir mal ganz entspannt in den Tag starten. Uns ausschlafen. Bis halb 8 hat mich meine senile Bettflucht liegen gelassen, immerhin. Eine Stunde später als sonst. Aber somit ist der Tag länger kann man früher wieder schlafen gehen. Hab ich das jetzt laut gedacht? Ja, so ist das, wenn man kurz davor ist, dreißig zu werden.

Heute stand als großer Punkt das Rockefeller Center am Plan. Um nochmal die tolle Aussicht zu genießen. Und da es – wider Erwarten bei dieser echt eigenartigen Wettervorhersage momentan – wunderschöner Sonnenschein war, war dieser Besuch echt Gold wert. Es war ein Traum. Wenn da nicht dieser Kran auf diesem Bauwerk genau vorm Central Park gewesen wäre. Der hat dieses wunderschöne Foto echt ein bissl getrübt. Aber nichtsdestotrotz – der Ausblick ist DER Wahnsinn. Wunderschön.

Danach wollten wir ins MET auf einen Drink. Ins MET auf einen Drink? Ja richtig. Das Metropolitan Museum hat einen Rooftop Garden, wo man was trinken kann. Und dieser Rooftop Garden ist DER Wahnsinn. DER WAHNSINN. Also nicht in dem Sinn, dass man sich schön an einen Tisch setzt und bedient wird. Nein.

Man bekommt einen – unglaublich guten – Cocktail in einem, Achtung, Plastikbecher. Und genießt aber diese wunderbare Aussicht. Was den Plastikbecher und die nicht vorhandenen Sitzplätze echt wett macht. Obwohl sie so viel mehr draus machen könnten. But Frieda is not in charge. Und hat einfach nur diese wahnsinnige Skyline genossen.

Ein paar Straßen weiter, vorbei am immergrünen Central Park und an hupenden, im Stau stehenden Autos, hat sich die nächste Rooftop Bar befunden, die wir unbedingt besuchen wollten. POD 39.  Was im Endeffekt auch die letzte war. Und die war echt nett. So shabby-industrial-Fabriksgelände-mäßig. Also cool irgendwie. Und die Cocktails waren auch ned schlecht. Vor allem in diesem Ambiente. Ein würdiger Abschluss für New York City also. Obwohl wir bestimmt nochmal herkommen werden.

Irgendwann. Ganz sicher.

Lots of love,

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